Entscheidungshilfe

Interim HR oder Festanstellung?
Die ehrliche Antwort.

Es gibt keine universelle richtige Antwort. Aber es gibt Kriterien, die die Entscheidung meistens eindeutig machen. Hier sind sie, ohne Verkaufsdruck.

Direkter Vergleich

Interim HR vs. Festanstellung: die Fakten

Ohne Schönfärberei. Beides hat seinen Platz.

Kriterium Interim HR Festanstellung
Time to hire ~1 Woche 3–6 Monate
Einarbeitung 1–3 Tage 3–6 Monate
Kosten Tagespauschale (flexibel) Vollkosten 75–85k+/Jahr (fest)
Flexibilität Hoch (projektbezogen) Gering
Risiko Fehlbesetzung Gering (kein Kündigungsschutz) Hoch (KSchG ab 6 Monate)
Unternehmenswissen Mäßig (baut sich auf) Hoch (wächst mit der Zeit)
Ideal für Überbrückung, Projekte, Vakanz Dauerhafter Bedarf >60 % FTE
Verfügbarkeit Sofort skalierbar Kündigungsfrist 1–6 Monate
Entscheidungshilfe

Wann Interim HR die richtige Wahl ist

Interim HR macht Sinn, wenn…

Der Bedarf zeitlich begrenzt ist

Vakanz-Überbrückung, Elternzeitvertretung, Projekt: Wenn Sie in 6–12 Monaten wissen, dass sich die Situation ändert, lohnt eine Festanstellung nicht.

Schnelligkeit entscheidend ist

HR-Lücken können nicht warten. Wer in einer Woche Kapazität braucht, hat keine sechs Monate für einen Recruiting-Prozess.

Das Risiko minimiert werden soll

Sie wissen noch nicht genau, wie viel HR-Kapazität Sie dauerhaft brauchen. Interim gibt Zeit, das herauszufinden, ohne eine Fehlbesetzung zu riskieren.

Festanstellung macht Sinn, wenn…

Der Bedarf dauerhaft und umfangreich ist

Ab einem HR-Bedarf von vier bis fünf Tagen pro Woche über mehrere Jahre rechnet sich eine eigene Stelle klar.

Tiefes Unternehmenswissen wichtig ist

Wenn HR eng mit der Unternehmenskultur, Geschichte und internen Netzwerken verwoben sein soll, ist eine langjährige Festanstellung besser als ein wechselnder Interim-Manager.

Strategische HR-Führung gefragt ist

Wenn HR Unternehmens-Mitgestalterin auf C-Level-Ebene sein soll, ist eine dauerhafte CHRO-Funktion sinnvoller als Interim-Einsätze.

Drei Szenarien

Wie groß ist Ihr HR-Bedarf?

Je nach Situation gibt es eine klare Empfehlung.

Empfehlung: Interim HR

Überbrückung oder Projekt

HR-Vakanz, Elternzeitvertretung, einmaliges Projekt (Software-Einführung, Compliance-Audit). Zeitraum: 3–12 Monate. Bedarf: 1–3 Tage/Woche.

Ein Festvertrag lohnt sich nicht. Interim ist schneller, günstiger und risikoärmer.

Empfehlung: Interim → dann Festanstellung

Wachstum ohne klaren Endpunkt

Startup wächst schnell, Bedarf steigt, aber wie viel HR dauerhaft nötig ist, ist noch unklar. Bedarf: steigend, aktuell 2–4 Tage/Woche.

Interim überbrückt, bis Sie wissen, was Sie dauerhaft brauchen. Dann gezielt einstellen.

Empfehlung: Festanstellung

Dauerhafter Vollzeitbedarf

Unternehmen mit 80+ Mitarbeitern, stabiler HR-Bedarf von 4–5 Tagen/Woche, strategische HR-Rolle gewünscht.

Eine eigene HR-Kraft ist günstiger und baut dauerhaftes Unternehmenswissen auf. Wir helfen beim Recruiting.

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Häufige Fragen

Was KMU zur Entscheidung fragen

Immer dann, wenn der HR-Bedarf zeitlich begrenzt ist: Vakanz-Überbrückung von 3–6 Monaten, Elternzeitvertretung, oder ein konkretes HR-Projekt. Die Tagespauschale ist höher als der Tagessatz einer Festanstellung, aber es gibt keinen Arbeitgeberanteil zur SV, keinen Urlaubsanspruch und keine Kosten für Recruiting und Einarbeitung.

Wenn der HR-Bedarf dauerhaft und mindestens 3–4 Tage pro Woche beträgt. Ab einem gewissen Volumen rechnet sich eine eigene HR-Kraft mehr als ein Interim-Manager. Auch wenn tiefes Unternehmenswissen über mehrere Jahre hinweg aufgebaut werden soll, ist eine Festanstellung sinnvoller.

Ja, das ist sogar häufig. Interim HR überbrückt den Zeitraum, bis die neue Festanstellung an Bord ist. Manche Unternehmen lassen den Interim-Manager die neue Festanstellung im Recruiting begleiten und dann die Übergabe strukturieren. Das minimiert den Wissensverlust erheblich.

Bei einem Brutto von 60.000 Euro entstehen Vollkosten von rund 75.000–80.000 Euro pro Jahr, wenn man Arbeitgeberanteile zur SV, Urlaubstage, Krankheitstage und Recruiting-Kosten einrechnet. Dazu kommen 3–6 Monate bis zur Besetzung und 3–6 Monate Einarbeitung bis zur vollen Produktivität.

Beim Interim-HR-Manager gibt es keinen Kündigungsschutz. Wenn es nicht passt, kann das Mandat mit vereinbarter Kündigungsfrist beendet werden. Das ist für KMU ein erheblicher Vorteil gegenüber einer Festanstellung, die bei einer Fehlbesetzung monatelangen Aufwand bedeuten kann.

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