Tagessätze zwischen 800 und 1.500 Euro – aber was steckt dahinter? Hier erklären wir, wovon der Preis abhängt, und was ein Vergleich mit einer Festanstellung ergibt.
Kein Tagessatz fällt vom Himmel. Diese vier Faktoren entscheiden, wo im Korridor von 800 bis 1.500 Euro ein Mandat landet.
| Faktor | Niedriger Tagessatz | Höherer Tagessatz | Warum das so ist |
|---|---|---|---|
| Einsatzform | 100 % remote | Regelmäßig vor Ort | Reisezeit, Anfahrt und Übernachtungskosten schlagen sich im Satz nieder |
| Aufgabenbereich | Operative Verwaltung (Verträge, Abwesenheiten) | Strategisch + operativ (HR-Strategie, Führungskräfteentwicklung) | Mehr Verantwortung und breitere Expertise kosten mehr |
| Einsatzdauer | Längere Mandate (> 4 Monate) | Kurzfristige Einsätze (< 6 Wochen) | Planbarkeit senkt das Risiko des Dienstleisters – das gibt er weiter |
| Branchenwissen | Allgemeine HR-Aufgaben | Spezialwissen (Tarifrecht, Internationales, Pflege, Bau) | Selteneres Know-how hat einen höheren Marktwert |
| Verfügbarkeit | Vorlaufzeit 2–3 Wochen | Sofortige Verfügbarkeit innerhalb weniger Tage | Kurzfristige Reaktion wird entsprechend vergütet |
Stundensatz-Alternative: Möglich für klar begrenzte Begleitung (z.B. 2 h/Woche Jour fixe). Meist 120–200 €/h.
Der Tagessatz klingt hoch. Aber was kostet eine Festanstellung wirklich – wenn man alles einrechnet?
| Kriterium | Interim HR (HRklar) | HR-Festanstellung |
|---|---|---|
| Gesamtkosten (4 Monate) | ca. 30.000–50.000 € (100 Tage × Tagessatz) | ca. 28.000–40.000 € inkl. AG-Anteil SV, ohne Recruiting |
| Recruiting-Aufwand | Keiner – sofort startklar | 8–12 Wochen Suchzeit + 3.000–8.000 € Kosten |
| Einarbeitung | Sofort produktiv, kein Onboarding | 3–6 Monate bis volle Leistung |
| Kündigungsschutz / Risiko | Kein Arbeitsrecht-Risiko, kein KSchG | Ab 6 Monaten KSchG, Kündigungsfristen |
| Planbarkeit | Flexibel skalierbar, Mandat endet wenn die Aufgabe erledigt ist | Feste Planstelle, auch wenn der Bedarf wegfällt |
| Wissenstransfer | Strukturierte Übergabe am Ende inklusive | Abhängig von interner Dokumentationskultur |
| Sinnvoll wenn… | Bedarf zeitlich begrenzt, kurzfristig, Projekt-getrieben | Dauerhafter Bedarf, langfristige Teamintegration wichtig |
Angenommen: Ein Unternehmen mit 35 Mitarbeitern braucht sofort jemanden für HR. Was ist günstiger?
Basis: HR Manager mit 60.000 € Jahresgehalt (Brutto) als Vergleich
Hinweis: Die Festanstellung ist bei langfristigem Bedarf (12+ Monate) günstiger. Interim lohnt sich bei zeitlich begrenzten oder sofortigen Bedarfen.
Kein Overhead, kein Aufschlag für "Teamkosten". Was bezahlt wird, wird auch geliefert.
Kein Recruiting, kein Onboarding in Wochen. Wir kennen das Thema, und fangen an. Kein "ich muss mich erst einarbeiten"-Monate.
10+ Jahre HR in verschiedenen Unternehmensgrößen. Wir haben die Situationen kennen gelernt, in denen Sie gerade stecken, und wissen, was hilft.
Interim heißt machen. Nicht beraten, nicht präsentieren, nicht ein Konzept abliefern und gehen. Wir übernehmen operative Verantwortung für das, wofür wir engagiert werden.
Sie reden mit der Person, die arbeitet. Kein Account Manager dazwischen, kein "ich frage mal nach". Kurze Wege, klare Ansagen.
Am Ende eines Mandats liefern wir eine saubere Übergabe. Prozesse, offene Punkte, Empfehlungen für die Nachfolge. Kein Wissensverlust wenn wir gehen.
Kein Agentur-Aufschlag, keine internen Verwaltungskosten, keine Mindestabnahme. Der Tagessatz deckt Arbeit ab – das war es.
In Deutschland liegen Tagessätze für erfahrene Interim HR Manager typischerweise zwischen 800 und 1.500 Euro. Bei HRklar sprechen wir das konkret nach dem Erstgespräch durch, wenn wir wissen, was gebraucht wird. Ein Stundensatz ist für begrenzte Begleitung (z.B. 2 Stunden Jour fixe pro Woche) ebenfalls möglich.
Weil jedes Mandat anders ist. Jemand, der operative Personalverwaltung für 20 Mitarbeiter übernimmt, hat einen anderen Aufwand als jemand, der gleichzeitig eine HR-Strategie entwickelt, Führungskräfte coacht und eine neue Software einführt. Ein Pauschalpreis wäre entweder zu teuer oder würde die Aufgabe nicht realistisch abbilden.
Ab etwa 15 bis 20 Mitarbeitern gibt es in der Regel konkrete HR-Aufgaben, die jemand mit echtem Fachwissen übernehmen sollte: NachwG-konforme Verträge, korrekte Krankmeldungsverfahren, DSGVO-Compliance in der Personalakte. Darunter lässt sich vieles noch nebenbei regeln. Darüber wird es riskant, wenn niemand diese Themen wirklich kennt.
Die meisten Interim-HR-Mandate laufen drei bis sechs Monate. Kürzere Einsätze von vier bis sechs Wochen gibt es bei klar eingegrenzten Aufgaben, zum Beispiel der Einführung einer neuen HR-Software oder der Übergabe bei einem Personalwechsel. Längere Mandate entstehen, wenn eine Planstelle dauerhaft nicht besetzt werden kann oder ein Unternehmen strukturell wächst und kontinuierliche HR-Begleitung braucht.
Schildern Sie uns kurz Ihre Situation. Wir sagen Ihnen danach konkret, was ein Mandat kosten würde – und ob es sinnvoll ist.