Lohnabrechnung läuft nicht nebenher. Die macht Lohnklar, dasselbe Team. Lohnabrechnung? Macht Lohnklar. Zur Lohnabrechnung
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Vergütung, bevor jemand fragt Die Transparenzpflicht kommt ohnehin.

Gehaltsbänder, Zulagen, Sachbezüge und die Frage, was man Bewerbenden künftig über die Spanne sagen muss. Die EU-Richtlinie ist beschlossen und das deutsche Gesetz fehlt noch. Die Vorarbeit kannst du trotzdem jetzt machen.

Die kurze Antwort

Der Stand: Die EU-Richtlinie 2023/970 staffelt die Berichtspflicht nach Größe. Ab 250 Beschäftigten zum 7. Juni 2027 und danach jährlich, bei 150 bis 249 zum selben Stichtag und danach alle drei Jahre, bei 100 bis 149 erst ab 2031.

Unabhängig von der Größe kommen ein Auskunftsrecht für Bewerbende über die Entgeltspanne und das Verbot von Verschwiegenheitsklauseln zum Gehalt. Die deutsche Umsetzungsfrist lief am 7. Juni 2026 ab, ein Gesetz liegt bis heute nicht vor. Wer die Struktur jetzt baut, hat den Vorlauf, den die späte Umsetzung gerade verschenkt.

ab 7. Juni 2027, jährlich
Berichtspflicht ab 250 Beschäftigten
alle 3 Jahre
Bei 150 bis 249 Beschäftigten
erst ab 2031
Bei 100 bis 149 Beschäftigten
unabhängig von der Größe
Auskunftsrecht Bewerbende
künftig unzulässig
Verschwiegenheit zum Gehalt
Frist abgelaufen, steht aus
Deutsches Umsetzungsgesetz

Was hier steht, und was bei Lohnklar

Vergütung hat zwei Seiten, und die liegen bei uns bewusst auf zwei Marken. Hier geht es um die Struktur: Wie Gehälter zustande kommen, welche Zulagen üblich sind, was ein Sachbezug bringt und wie man das gegenüber Bewerbenden erklärt.

Die Abrechnung selbst, also Beitragssätze, Pauschalversteuerung und die Frage, wie ein Bezug in der Lohnbuchhaltung landet, liegt bei Lohnklar. Wer nach der steuerlichen Behandlung eines Dienstrads sucht, ist dort besser bedient.

Diese Kategorie ist die jüngste von fünf und hat noch wenige Beiträge. Gehaltsbänder, Bonusmodelle und Beteiligungen folgen bis Januar 2027.

Themen

Drei Felder, an denen wir gerade arbeiten

Wo zu einem Feld noch kein Artikel steht, klären wir die Frage im Gespräch. Die fehlenden Beiträge folgen bis Januar 2027.

Zulagen und geldwerte Vorteile

Urlaubsgeld, Dienstrad und was davon beim Empfänger ankommt.

Gehaltsbänder und Transparenz

Rollen bündeln, Spannen festlegen, und die Vorarbeit für die kommende Auskunftspflicht.

Dazu gibt es noch keinen eigenen Artikel. Sitzt du gerade vor dieser Frage, klären wir sie in einem kurzen Gespräch.

Variable Anteile und Beteiligung

Wann ein Bonus trägt, wann er Frust erzeugt, und wofür virtuelle Anteile taugen.

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Die Vorarbeit, die jetzt zählt

Die Auskunftspflicht trifft auch die, die noch nicht berichten müssen.

Berichten muss erst, wer 150 Beschäftigte hat. Auskunft geben muss jeder, der eine Stelle ausschreibt. Deshalb kommen die Anfragen so:

  • Eine Bewerberin fragt nach der Spanne, und es gibt keine.
  • Zwei Leute mit gleicher Aufgabe verdienen unterschiedlich, und niemand kann sagen warum.
  • Im Arbeitsvertrag steht eine Verschwiegenheitsklausel zum Gehalt.
  • Die Gehälter sind über Jahre einzeln verhandelt worden, ohne Raster dahinter.

Struktur-Check Vergütung

Wir schauen uns an, wie eure Gehälter zustande kommen, und sagen euch, was vor der Auskunftspflicht noch zu tun ist.

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Häufige Fragen

Was uns Arbeitgeber zu Vergütung fragen

Die Antworten, die wir im Erstgespräch am häufigsten geben.

Ab wann gilt die Berichtspflicht zur Entgelttransparenz?

Gestaffelt nach Größe. Ab 250 Beschäftigten zum 7. Juni 2027 und danach jährlich, bei 150 bis 249 zum selben Stichtag und danach alle drei Jahre, bei 100 bis 149 erst ab dem 7. Juni 2031. Kleinere Betriebe berichten nicht. Das Auskunftsrecht für Bewerbende und das Verbot von Verschwiegenheitsklauseln gelten dagegen unabhängig von der Größe.

Gilt das schon, obwohl es kein deutsches Gesetz gibt?

Die Umsetzungsfrist der Richtlinie ist am 7. Juni 2026 abgelaufen, ohne dass ein nationales Gesetz vorliegt. Für private Arbeitgeber entsteht daraus vorerst keine unmittelbare Pflicht, denn eine Richtlinie wirkt gegenüber Privaten nicht direkt. Die Pflicht kommt trotzdem, nur später und dann mit kürzerem Vorlauf. Wer die Struktur jetzt baut, hat den Zeitgewinn.

Was muss ich Bewerbenden künftig zum Gehalt sagen?

Die Entgeltspanne für die ausgeschriebene Stelle, und zwar vor dem Gespräch. Nach der Richtlinie darf außerdem nicht mehr nach dem bisherigen Gehalt gefragt werden. Wer keine Spanne hat, muss also vorher eine festlegen. Daran hängt mehr Arbeit als am Bericht.

Wie baue ich Gehaltsbänder in einem KMU auf?

Erst Rollen bündeln, fünf bis acht Familien reichen in den meisten Betrieben. Dann eine Marktreferenz heranziehen, aus Branchenerhebungen oder öffentlich zugänglichen Daten. Zuletzt je Stufe eine Spanne festlegen, üblich sind 20 bis 30 Prozent zwischen unterem und oberem Wert. Schwierig wird erst das Einordnen der Menschen, die schon da sind.

Sind Verschwiegenheitsklauseln zum Gehalt heute schon unwirksam?

Weitgehend ja, und zwar unabhängig von der Richtlinie. Eine Klausel, die es Beschäftigten pauschal verbietet, über ihr eigenes Entgelt zu sprechen, behindert die Wahrnehmung von Rechten aus dem Entgelttransparenzgesetz und wird von Arbeitsgerichten regelmäßig kassiert. Die Richtlinie wird das ausdrücklich festschreiben. In vielen Altverträgen steht sie trotzdem noch.

Gehört die Lohnabrechnung auch zu HRklar?

Nein. Wir bauen die Struktur, also Rollen, Spannen und die Frage, wer was warum verdient. Die Abrechnung selbst, die Beitragssätze und die steuerliche Behandlung einzelner Bezüge liegen bei unserer Schwestermarke Lohnklar. Beide gehören zur Lohnklar UG, arbeiten aber getrennt.

Habt ihr eine Spanne, wenn jemand danach fragt?

Falls nicht, ist das der Punkt, an dem die Vorarbeit anfängt. Eine halbe Stunde reicht für die Einschätzung, wie weit ihr davon entfernt seid.

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